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Weinwelt Frankreich

Wie interpretiere ich ein Weinetikett?



Es ist nicht immer einfach ein Weinetikett richtig zu lesen und den Inhalt zu verstehen. Im Folgenden sollen einige Punkte erläutert werden die zu einem besseren Verständnis der Etiketten beitragen.

Die Abfüllung in Flaschen
Diese Nennung ist obligatorisch und ist in folgenden Formen möglich:
  • «Mis en bouteille dans la région de production» - Abfüllung in der Region der Herstellung: Hierbei handelt es sich um ein Standardprodukt ohne wahre Identität.
  • «Mis en bouteille au château/au domaine» - Abfüllung auf dem Weingut: Diese Angabe unterstreicht die Identität des Weines. Jedoch gibt sie keine Sicherheit für den Kauf eines qualitativ hochwertigen Weines.
  • «Mis en bouteille par…. » - Abgefüllt durch…: Der Wein wurde von einem Dritten abgefüllt und das Etikett gibt keine Auskunft über die Herkunft.

Der Alkoholgehalt
Der Alkoholgehal wird in % ausgedrückt. Er gibt Aufschluss über den proportionalen Anteil von Alkohol im Wein und informiert ebenso über den Reifegrad der Traube.

Der Jahrgang
Ist der Jahrgang auf der Flasche angegeben, dann meint er das Jahr der Weinlese. Das Erkennen guter und schlechter Jahrgänge muss erlernt werden. Sollte kein Jahrgang auf der Flasche angegeben sein ist Vorsicht geboten. Der Grund dafür ist, dass Weine unterschiedlicher Jahrgänge gemischt wurden um die Qualität weniger guter Weine zu verbessern. Eine Ausnahme stellt der Champagner dar, auf dessen Etikett größtenteils keine Jahrgänge vermerkt sind.

Die Appellation
In Frankreich existieren drei verschiedene Kategorien an Qualitätsweinen. Diese sind in absteigender Reihenfolge die Appellationen mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung (AOC), die „Vins Délimités de Qualité Supérieure“ (VDQS) sowie die „Vins de Pays“ (VDP).

Der Name des Weingutes (Château), der Domäne (Domaine), des Anwesens (Propriété) oder des eingezäunten Weinbergs (Clos)
Es besteht keine Abstufung bezüglich der Hierarchie und Bedeutung dieser Begriffe. Der Name „Château“ setzt nicht unbedingt ein wirkliches Schloss als Weingut voraus. Der französische Begriff „Château“ ist doppeldeutig und meint in der deutschen Sprache ein  „Schloss“ oder auch ein  „Weingut“. Heute ist einzig der Begriff „Clos“ auf ein, von einer Mauer umgebenes Anwesen, beschränkt.

Der Name der Rebsorte
Diese Angabe ist in Frankreich nicht obligatorisch. Ist jedoch auf einem Wein die Rebsorte vermerkt, bedeutet dies, dass der Wein zu 100% aus dieser Rebsorte hergestellt wurde.


 

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